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Die Überlassung eines betrieblichen Fahrrades zur privaten Nutzung an Arbeitnehmer stellt bei diesen einen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil dar, wenn die Überlassung nicht zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn (Gehaltsumwandlung) erfolgt. Eine Information des Bundes der Steuerzahler e.V.  

 

Wird das Fahrrad erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2021 vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer überlassen, ist die Bewertung des geldwerten Vorteils wie folgt vorzunehmen:

 

Für 2019: Bewertung mit 1 Prozent der auf volle 100 Euro abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrades einschließlich der Umsatzsteuer.

 

Für 2020: Bewertung mit 1 Prozent des auf volle 100 Euro abgerundeten Viertels der unverbindlichen Preisempfehlung im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer.

 

Diese Bewertung ist auch bei Elektrofahrrädern vorzunehmen, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u.a. keine Versicherungs- und Kennzeichnungspflicht) sind.

 

Erlass des Bundesfinanzministeriums vom 9. Januar 2020 (Aktenzeichen: 3-S 233.4/187)

 

Quelle: „Der Steuerzahler“ 3-2020, Seite 6