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Anfang Juni kamen über 120 Logistik-Experten aus dem gesamten Bundesgebiet zum 8. Logistik-Tag in die documenta-Halle im nordhessischen Kassel. Das Leitmotiv des von der Regionalmanagement Nordhessen GmbH (link) initiierten Kongresses lautete „Innovative Technologien und smarte Logistik: Anspruch & Wirklichkeit“.

 

Im Fokus lagen die alternativen Antriebe. Eugen Jung, Geschäftsführer Jung Spedition GmbH und Mitglied des Präsidiums der IHK Kassel-Marburg, nahm das Publikum mit auf eine kurze Reise in die Vergangenheit. „Es ist kaum noch vorstellbar, aber man hat mehrere Kutschen aneinandergehängt und an jedem Gespann befanden sich mindestens sechs Pferde“. Dies bedeutete damals natürlich einen enormen Zeitaufwand. Heute werden Güter zu 80 Prozent mit dem LKW, 15 Prozent mit der Bahn und 5 Prozent via Pipeline und sonstige Transportmittel befördert. In der Logistik habe über die Jahre eine massive Veränderung stattgefunden, erklärte Jung.. So bringe auch die Digitalisierung Veränderungen mit sich, denen man Vertrauen entgegenbringen müsse.

 

Prozesse laufen vermehrt ohne Steuerung von Menschenhand ab. Ein Beispiel sind mehrstufige Fahrassistenzsysteme bis hin zum automatisierten Fahren, die den Fahrermangel beheben und die Verkehrssicherheit erhöhen können. Benjamin Budick, Projektmanager LKW bei Mercedes-Benz Deutschland, warf einen Blick in die Zukunft der LKW-Entwicklung, die mit der Vision des autonomen Fahrens Kraftstoffeffizienz, Sicherheit, Verkehrsfluss und Fahrerentlastung stetig erhöhe.

 

Olaf Toedter, führender Antriebsforscher am Karlsruher Institut für Technologie, erläuterte die Antriebssysteme der Zukunft und kommt zu dem Schluss, dass nur ein technikoffener Mix aus unterschiedlichen Antriebstechnologien die aktuellen Umweltfragen wie Feinstaub- und CO2-Problematik lösen kann: “Auch Elektrofahrzeuge zeigen im Realverbrauch höhere Werte in Bezug auf die CO2 Betrachtung. Es gibt keine emissionsfreie Antriebsform“.

 

Begleitet wurde der Kongress durch eine Ausstellung von Logistikunternehmen wie Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Lindig Fördertechnik GmbH und Mercedes-Benz-Nutzfahrzeugzentrum Kassel, das als Weltpremiere den neuen Sprinter 316 CDI vor der documenta-Halle platziert hatte. Auch eine Drohne der doks.innovation GmbH kam in der Documenta-Halle zum Einsatz: Sie stellte das Mikrophon für die Eröffnung auf die Bühne.

 

Weitere Informationen zur Mobilitätswirtschaft in Nordhessen finden Sie unter www.mowin.net