Drucken

Mit einer Vielzahl an Neuvorstellungen, Innovationen und Lösungen untermauern im März die internationalen Flurförderzeuge-Hersteller auf der LogiMAT, 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, die anhaltende Erfolgsgeschichte dieser Geräte. Durch ihre Präsenz unterstreichen sie zugleich den Stellenwert der LogiMAT als international bedeutendste Fachmesse der Branche.

 

Wenn es um Flexibilität beim Warentransport im und um das Lager herumgeht, sind Flurförderzeuge (FFZ) die erste Wahl. Und die Nachfrage nach den Geräten hält an. So hat sich das Volumen der jährlichen Werkslieferungen der Hersteller über alle fünf Geräteklassen hinweg auf gegenwärtig rund 1,3 Millionen FFZ seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Allein in Europa werden inzwischen pro Jahr fast 100.000 Elektrostapler ausgeliefert. Die Gründe für den anhaltenden Siegeszug sind vielschichtig. Neben der durch FFZ ohnehin gebotenen Flexibilität haben die Hersteller das Produktspektrum in den vergangenen Dekaden auf weitere spezifische Anwendungen ausgerichtet und damit neue Märkte erschlossen. Parallel dazu wurde der Bereich der FFZ in den vergangenen Jahrzehnten als hervorragendes Testfeld für alternative Antriebstechnologien genutzt: Lithium-Ionen-Technologie, Eisen-Phosphat-Akkus oder Brennstoffzellen statt der früher üblichen Blei-Säure-Akkus bei den Elektro-Geräten.

 

Gas- und Wasserstoff-betriebene Motoren bei den Verbrennern sind in der Branche längst gebräuchlich – und gewinnen unter dem Aspekt Nachhaltigkeit immer weiter an Bedeutung. Das Clean Intralogistics Net (CIN) etwa, eine Interessengruppe von 14 Industrie- und Technologieunternehmen, Batterieproduzenten sowie Fahrzeug- und FFZ-Herstellern, wie Jungheinrich, Linde, Still und Toyota, geht davon aus, dass die Brennstoffzelle mit Blick auf die Grüne Intralogistik im neuen Jahrzehnt eine Schlüsselrolle bei nachhaltiger Mobilität spielen wird.

 

Darüber hinaus haben die Hersteller den Arbeitsplatz FFZ mit Entwicklung intelligenter Fahrerassistenzsysteme deutlich komfortabler gestaltet und mit dem Einstieg über Flottenmanagementsysteme in die Software auch die Basis für die Entwicklung des fahrerlosen Geräteeinsatzes geschaffen. Last, but not least sorgen qualifizierte Ausrüster mit Neuentwicklungen für die Geräteausstattung und im Bereich der Anbaugeräte kontinuierlich für neue Optimierungspotenziale und tragen damit in nicht geringem Maße zur Flexibilität der Geräte bei. Mit dem aktuellen Stand ihrer Neu- und Weiterentwicklungen, darunter zahlreiche Neuvorstellungen, stellen sich die Hersteller der internationalen FFZ-Branche auf der LogiMAT, 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement vom 10. bis 12. März in Stuttgart dem Urteil des internationalen Fachpublikums. Dabei werden auf dem Außengelände zwischen Halle 10 und 8 von Linde Material Handling erstmals in der Geschichte der LogiMAT in Live-Vorführungen auch verbrennungsmotorische Stapler vorgestellt. Zwischen Halle 9 und 7 präsentiert Jungheinrich ebenfalls innovative Flurfördertechnik.

 

Weltpremieren in allen Geräteklassen

 

„Mit den Anforderungen der digitalen Transformation wird die Produktivität im Material Handling zunehmend durch Automatisierung gesteigert. Diese Entwicklung macht auch vor den Flurförderzeugen nicht halt“, erklärt LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty vom Münchner Veranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH. „Mit intelligenten Fahrerassistenzsystemen, der zunehmenden Optimierung des Arbeitsplatzes Stapler, der intensiven Einbindung alternativer Antriebslösungen und der Konzeption fahrerloser, autonomer Stapler hat sich die Branche den Herausforderungen erfolgreich gestellt. Die dabei generierten Innovationen zeigen Wechselwirkungen auch im Bereich der herkömmlichen Geräteausstattung und der Weiterentwicklung der traditionellen Flurförderzeuge. Diese Entwicklungen präsentieren die komplette Riege der führenden Flurförderzeuge-Hersteller sowie das Gros der namhaften Anbieter nutzwertiger Anbaugeräte auf der LogiMAT 2020 in den Hallen 7, 9 und 10 auf dem Stuttgarter Messegelände.“

 

Geprägt von den aktuellen Anforderungen reicht das Spektrum der Exponate im elektromotorischen Bereich von Neuvorstellungen nachrüstbarer Kabinenvarianten über kompakte Mehrwege-Seitenstapler bis hin zu weiteren Lösungsangeboten für Antriebssysteme und die Automatisierung autonom fahrender Geräte. Zudem werden neue Sicherheits- und Dialogfunktionen bei den FAS und mehrere Weltpremieren, wie etwa Großflächenklammern bei den Anbaugeräten, vorgestellt.