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Der Klimawandel stellt auch die Logistikbranche vor Herausforderungen. So können beispielsweise Autobahnen, die durch Starkregen unbefahrbar werden, für die Unternehmen zu einem finanziellen Risiko werden, weil Terminpläne nicht mehr eingehalten werden können. Diese und weitere Folgen untersucht nun ein Projekt, bei dem die Universität Osnabrück mit der Hochschule Osnabrück und dem Landkreis zusammenarbeitet. In der Universität Osnabrück ist das Projekt integriert in die Profilline Mensch-Umwelt-Netzwerke, eine von sechs Linien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil weiter schärfen möchte.

 

Start von KlimaLogis war zu Beginn des Jahres. Nun wurden auf einer Kick-Off-Veranstaltung das Forschungsthema näher umrissen und die weiteren Planungen skizziert. Dabei hoben mehrere Redner die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Logistikbranche für die Region hervor. Umso wichtiger sei es deshalb, sich hier bereits frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, erklärt Projektmitarbeiter Felix Bücken. „Meistens stehen Maßnahmen zum Klimaschutz im Fokus der Untersuchung, weniger indes die Frage, wie wir mit den Folgen des Klimawandels umgehen können. Deshalb wollen wir untersuchen, inwieweit Anpassungen der Logistikbetriebe an die Klimaveränderungen nötig werden und wie diese genau aussehen könnten.“

 

Auf dem ersten Treffen vereinbarten die Projektpartner einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen. So sollen zunächst Workshops mit den jeweiligen Beteiligten durchgeführt werden. “Dabei ist es unser Ziel, sowohl die Perspektive der Privatwirtschaft als auch die Positionen der kommunalen Akteure in den Prozess mit einzubeziehen“, so Maria Khammo von der Hochschule Osnabrück. Aus diesen Treffen heraus sollen dann gemeinsam einzelne Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden. Eine herausragende Rolle spielen dabei Best Practice-Lösungen. Untergeordnet werden sie der grundsätzlichen Frage, wie sich durch ein integriertes Landmanagement die Resilienz in der Logistik regional und auch auf unternehmerischer Ebene erhöhen lässt.

 

Timo Kluttig vom Landkreis Osnabrück sieht das Projekt auch in einem größeren Zusammenhang: „KlimaLogis fügt sich nahtlos in das Konzept zur Anpassung an die Klimafolgen ein, das wir derzeit im Referat für Strategische Planung erarbeiten. Dabei werden neben der Logistikbranche auch viele andere Handlungsfelder im Hinblick auf ihre Verwundbarkeit durch Klimafolgen untersucht“. Und Felix Bücken betont den einzigartigen Ansatz des Projekts: „Bislang gab es noch keine so umfangreich angelegte Untersuchung, die sich auf die Klimaanpassung einer speziellen, besonders klimasensiblen Branche, wie der Logistik konzentriert."

 

Finanziert wird KlimaLogis über drei Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

 

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