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Sharing-Dienste sind in der Privatwelt der Deutschen schon längst angekommen. Beispiele sind Car- oder Bikesharing aber auch Angebote wie Netflix oder AirBnB. Auch für Logistiker ist das Thema interessant: Wer teilt hat schließlich mehr vom Geschäft.

 

Immer dann, wenn der Platz (oder das Geld) knapp ist, machen Sharing-Dienste Sinn. Schließlich nutzt ein Kunde nur dann das Angebot, wenn er es gerade braucht. In der restlichen Zeit verursacht es keine Kosten und nimmt auch keinen Platz weg. „In der Logistik haben wir eine ähnliche Situation“, erklärt Professor Robert Blackburn, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL). „Wir haben mit Laderaumverknappung, Verkehrszuwachs und Fachkräftemangel zu kämpfen. Sharing-Angebote sind daher in der Logistik stark im Kommen.“

 

Egal ob Fuhrpark, Lagerflächen, Laderaum oder die dringend benötigten IT-Fachkräfte – „teilen statt besitzen“ ist ein sinnvolles und nachhaltiges Konzept. „Die digitalen Technologien sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen logistischen Sharing-Economy“, macht Blackburn klar. „Auf digitalen Plattformen können Waren, Dienstleistungen und Daten mit wenig Aufwand weltweit angeboten und sinnvoll kombiniert werden.“ Das ist nicht nur gut für das Geschäft, Sharing-Dienste tragen auch dazu bei, die Verkehrswege und damit die Umwelt zu entlasten. Für Blackburn ist klar: „Alle Signale stehen auf Wandel, besonders in der Logistik. Wir müssen davon abkommen, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht – das Geschäftsmodell der Zukunft heißt Kooperation.“

 

Die BVL hat ein umfassendes Dossier zum Thema Sharing-Economy in der Logistik erstellt, welches kostenfrei zum Download zur Verfügung steht.