Das Infoportal zu Fuhrpark & Logistik

Heute, 18. April, nahm das Parlament erstmals eine EU-Verordnung über CO2-Emissionen von Lkws an. Damit soll gegen steigende Emissionen des Straßenverkehrs vorgegangen werden. Die neuen Vorschriften, auf die sich die Abgeordneten und Vertreter der rumänischen Ratspräsidentschaft im Februar informell geeinigt hatten, wurden mit 474 Stimmen angenommen, bei 47 Gegenstimmen und 11 Enthaltungen. Der EU-Ministerrat muss die Verordnung noch bestätigen.



Ziel ist, CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen wie Lkws und Kleinlastwagen bis 2030 um 30 Prozent zu verringern, mit einem Zwischenziel von 15 Prozent bis 2025.

 

Bis 2025 sollen Hersteller zudem sicherstellen müssen, dass emissionsfreie oder emissionsarme Fahrzeuge einen Marktanteil von mindestens 2 Prozent aller verkauften Neufahrzeuge ausmachen. Dies soll den ständig steigenden Emissionen des Straßenverkehrs, für die die schweren Nutzfahrzeuge zu einem Viertel verantwortlich sind, entgegenwirken.

 

Außerdem wird die Europäische Kommission im Jahr 2022 neue Ziele für die Zeit nach 2030 vorstellen müssen, die das Pariser Übereinkommen berücksichtigen.


Berichterstatter Bas Eickhout (Grüne/EFA, NL): “Es ist ein großer Erfolg, dass die EU nun erstmals gegen die CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen vorgeht. Die Vorschriften werden die Luftverschmutzung auf unseren Straßen verringern und die Luftqualität verbessern. Der Treibstoff der Zukunft für Lkws ist Innovation. Diese Vorschriften sollten demnach die Industrie anregen, Wandel und Forstschritt im Bereich der Technologie voranzutreiben. ”

 


Die nächsten Schritte

Nun muss der Rat den Text noch förmlich bestätigen, bevor er in Kraft treten kann.


Hintergrundinformationen


Schwere Nutzfahrzeuge sind für 27 Prozent der CO2-Emissionen des Straßenverkehrs verantwortlich und für beinahe 5 Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU (Daten aus 2016). Seit 1990 sind die Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge um 25 Prozent gestiegen – hauptsächlich aufgrund des steigenden Güterkraftverkehrs. Diese laufen Gefahr weiter anzusteigen, sollten keine neuen Vorschriften verabschiedet und durchgesetzt werden.

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.