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Hermes Germany (https://www.hermesworld.com/de/)setzt erstmals einen elektrisch betriebenen 25-Tonnen-Lkw von Mercedes-Benz ein. Im Rahmen eines einjährigen Tests übernimmt das Fahrzeug Verteiler- und Zubringerverkehre am Logistik-Center Friedewald in Hessen.

 

Als erster von 20 Kunden von Mercedes-Benz Trucks wird Hermes Germany einen vollelektrischen, 25 Tonnen schweren Lkw des Modells eActros in Praxistests einsetzen. Für ein Jahr lang wird das Fahrzeug vom Hermes Logistik-Center Friedewald in Hessen aus Verteiler- und Zubringerverkehre übernehmen. Bereits für die sukzessive Elektrifizierung der Letzten Meile kooperiert Hermes mit Daimler. Erste batterieelektrisch betriebene eVito Transporter starten pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2018.

 

Hermes erprobt den 25-Tonner hauptsächlich auf einer 50 km langen Strecke, die zwischen Bad Hersfeld und dem Hermes Logistik-Center Friedewald in Nordhessen verläuft. Die Tour führt durch eine von Hügeln geprägte Landschaft und wird sechs- bis achtmal am Tag gefahren. Dies macht mindestens einen Ladevorgang zwischen den Fahrten erforderlich. Die Reichweite des eActros beträgt bis zu 200 km. Die Übergabe des Fahrzeugs an Hermes fand im September statt.

 

Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw: „Die Praxistests mit dem eActros sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Serienprodukt. Mit den umfassenden Erkenntnissen wollen wir Elektro-Lkw für den innerstädtischen Verteilerverkehr, die betriebswirtschaftlich auf Augenhöhe mit Diesel-Lkw liegen, ab 2021 realisieren. Unser Fokus liegt auf Reichweite und Kosten der Batterien, aber auch auf der notwendigen Infrastruktur für den Einsatz in den gewerblichen Flotten unserer Kunden. Wir freuen uns natürlich besonders, den ersten eActros unserer Innovationsflotte an Hermes als langjährigen Kunden und Erprobungs-Partner von Daimler zu übergeben“, so Buchner weiter.

 

Oliver Lanka, Head of Central Procurement bei Hermes Germany: „Elektromobilität ist ein essentieller Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Entsprechend haben wir uns das hohe Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 in allen Ballungszentren in Deutschland emissionsfrei zuzustellen. Neben dem Einsatz von batterieelektrischen Transportern auf der Letzten Meile ist auch die sukzessive Elektrifizierung des schweren Verteiler- und Zubringerverkehrs für uns ein wichtiges Thema. Hier arbeiten wir eng mit Daimler Trucks zusammen. Sowohl das technologische Konzept des eActros als auch der umfassende Service-Ansatz sowie die Beratung haben uns überzeugt.“

 

eActros: Auf Elektroantrieb ausgerichtet

 

Der Rahmen des Mercedes-Benz Actros dient dem eActros als Basis. Darüber hinaus handelt es sich beim eActros aber um eine vollständig auf Elektroantrieb ausgerichtete Architektur mit hohem Anteil spezifischer Teile. So basiert beispielsweise die Antriebsachse auf dem Typ ZF AVE 130, der sich in Hybrid- und Brennstoffzellen-Omnibussen von Mercedes-Benz bewährt hat und nun für den eActros wesentlich überarbeitet wurde.

 

Der Antrieb erfolgt über zwei Elektromotoren nahe den Radnaben der Hinterachse. Ihre Leistung beläuft sich auf jeweils 126 kW, das maximale Drehmoment auf jeweils 485 Nm. Nach der Übersetzung werden daraus jeweils 11 000 Nm. Die Fahrleistung ist damit der eines Diesel-Lkw ebenbürtig. Die maximal zulässige Achslast liegt bei den üblichen 11,5 Tonnen. Die Energie kommt aus Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh. Sie haben sich bereits bei der EvoBus GmbH bewährt – sind also keine Prototypen mehr. Sie lassen sich in Abhängigkeit der verfügbaren Ladeleistung: innerhalb von zwei bis elf Stunden vollständig aufladen (bei 150 bzw. 20 kW).

 

Strategische Partnerschaft

 

Mit Elektro-Lkw sammelt Daimler bereits seit dem Jahr 2010 Erfahrung und hat seit vergangenem Jahr seinen ersten in Serie gefertigten vollelektrischen Lkw auf dem Markt und in Kundenhand: den leichten Lkw Fuso eCanter. Im Bereich Transporter ist der eVito von Mercedes-Benz Vans seit November 2017 bestellbar und er wird nach der diesjährigen Nutzfahrzeug-IAA ausgeliefert. 2019 folgt der eSprinter.

 

Hermes hatte den unmittelbaren Vorgänger des eCanter im Rahmen eines Kundentests bereits für zwölf Monate im Einsatz und kooperiert auch mit Mercedes-Benz Vans bei elektrifizierten Transportern.

 

Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts „Concept ELV²“ zu verschiedenen Teilen vom Bundesumweltministerium (BMUB) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

 

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