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Um die Nachfrage nach E-Autos anzukurbeln, hat die Bundesregierung eine milliardenschwere Förderung beschlossen. Wer seinen E- oder Hybrid-Dienstwagen auch privat nutzt, soll bald in den Genuss von Steuervorteilen kommen. Er muss dann nicht mehr ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern, sondern nur noch 0,5 Prozent.

 

Die Regelung gilt für Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 gekauft oder geleast werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bewertet diese Maßnahme als „guten Beitrag zum Markthochlauf der Elektro-Mobilität in Deutschland“. Die Gesetzesänderung werde gerade ab 2019/2020 relevant, „wenn die Automobilindustrie eine Vielzahl neuer Modelle zur Verfügung stellt“, erklärt der VDA und nennt zum Thema Zahlen:

 

  • Im ersten Halbjahr 2018 seien die Neuzulassungszahlen von E-Autos (BEV und PHEV) um 51 Prozent auf rund 34.000 Einheiten gestiegen. Der Marktanteil deutscher Konzernmarken stieg auf 66 Prozent (1. Halbjahr 2017: 61 Prozent).
  • Firmenwagen machen 44 Prozent aller E-Neuzulassungen aus. Der Firmenwagenanteil an allen Pkw-Neuzulassungen ist mit 32 Prozent deutlich geringer.
  • Über 57 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Firmenwagen kommen aus den unteren Segmenten bis einschließlich der Mittelklasse. Jeder vierte Firmenwagen zählt zur Kompaktklasse („Golfklasse“).

 

Nach Auffassung des VDA bewirke dieses Vorhaben auch zügig ein attraktives Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt, weil Firmenwagen rascher erneuert werden als Fahrzeuge privater Halter.

 

Kritik an der steuerlichen Förderung, die den Staat rund 1,8 Milliarden Euro kosten wird, kommt zum Beispiel vom ökologischen Verkehrsclub VCD. Er bewertet die Steuererleichterungen als Geschenk vor allem für Fahrer von schweren Hybridfahrzeugen. Zudem fordert der VCD, die Halbierung des geldwerten Vorteils auch auf E-Fahrräder auszudehnen.

 

Die Bundesländer müssen dem von den Regierungsfraktionen beschlossenen Vorhaben noch zustimmen.

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