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Das teuerste und kritischste Bauteil an einem elektrisch betriebenen Kraftfahrzeug ist seine Batterie. Interessenten achten deshalb natürlich darauf, dass der Energiespeicher möglichst lange hält. Geotab, weltweit führendes Unternehmen im Bereich vernetzte und elektrifizierte Transportlösungen, gibt Tipps wie Nutzer die Lebensdauer ihrer Batterien verlängern können.

 

Die Kapazitätsabnahme bei Lithium-Ionen-Batterien über die Zeit ist ein natürlicher, unausweichlicher Prozess. Dieser hängt allerdings von verschiedensten Faktoren ab und kann sich je nach Batterietyp schneller oder langsamer gestalten. Um einen Vergleich zwischen Herstellern und Modellen zu ermöglichen, hat Geotab mit Daten aus über 6.000 Fahrzeugen das kostenlose Battery Degradation Tool entwickelt. Neben typspezifischen Eigenschaften hat allerdings auch das Verhalten des Fahrers Einfluss auf die Lebensdauer einer Batterie.

 

Was beeinflusst die Batterielebensdauer?

Der Prozess der Kapazitätsabnahme von Lithium-Ionen-Batterien ist sehr komplex, da er nicht linear verläuft. Die Kurve fällt zu Beginn der Batterienutzung vergleichsweise schnell ab, verlangsamt die Degression anschließend, um gegen Ende der Lebensdauer wieder schneller zu fallen. An sich lässt sich dieser Abfall nicht aufhalten, allerdings lässt sich beeinflussen, wie schnell er erfolgt. Zu den maßgebenden Faktoren gehören: hohe Temperaturen, Betrieb bei sehr hohem oder sehr niedrigem Ladestand, die Ladespannung sowie die Anzahl der Ladezyklen.

 

Wetter und Klima können Autofahrer natürlich nicht beeinflussen, die anderen Faktoren allerdings schon. So sollte man etwa den Ladestand des Fahrzeugs am besten zwischen 20 und 80 Prozent halten und die Batterien nur für Langstrecken wirklich voll laden. Auch wenn das Auto längere Zeit steht, sollte man darauf achten, dass die Batterie nicht völlig leer ist. Außerdem sollten Nutzer, wenn möglich, auf Schnelladeeinrichtungen verzichten, denn häufiges Aufladen mit hoher Spannung reduziert ebenfalls die Lebensdauer ihrer Batterie. Werden die Tipps beherzigt, ist die häufige Nutzung des Fahrzeugs hingegen kein Faktor, der die Batterielebensdauer negativ beeinflusst.

 

Batterie ist nicht gleich Batterie

Während es einige allgemeingültige Grundsätze gibt, die für alle Stromspeicher gelten, unterscheiden sich Batterien durchaus nach Fabrikat und Herstellungsjahr, das zeigen die Daten der Geotab-Analyse. Dafür gibt es prinzipiell zwei Gründe: die chemische Zusammensetzung der jeweiligen Batterie und die Temperaturregulierung des Packs. Die lithium-Ionen-Technologie kann auf verschiedene Varianten umgesetzt werden. Das bekannteste Unterscheidungsmerkmal zwischen verschiedenen Batterien dürfte das Material der Elektroden sein. Die chemische Zusammensetzung einer Batterie hat auch Einfluss darauf, wie sie auf Stress reagiert. Bei der Temperaturregulierung wird zwischen luft- und wasser-basierten Verfahren unterschieden. In der Regel ist die Wasserkühlung effektiver, was Einfluss auf die Batterielebensdauer hat.

 

Ein Vergleich zweier Modelle aus dem Jahr 2015 veranschaulicht das: Ein Nissan Leaf mit passiver Luftkühlung und ein Tesla Model S mit Flüssigkühlung. Die durchschnittliche Rate der Kapazitätsabnahme beträgt bei der Luftkühlung 4,2 Prozent, während es bei der Flüssigkeitskühlung nur 2,3 Prozent sind.

 

Viele weitere Modelle lassen sich im kostenlosen Tool von Geotab miteinander vergleichen.

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