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Fred Schäfer, Gründer und Geschäftsführer der ECR-Solutions Servicegesellschaft mbh (ECR), spricht im Interview über sein Unternehmen, Ziele und die Vorteile der Herstellerunabhängigkeit.

 

Sie bezeichnen ECR als „Pionier für effiziente digitale Geschäftsprozesse“ …

 

Ja, richtig. Ich habe ECR im Jahr 2002 gegründet. Als „Pionier“ bezeichnen wir uns, weil wir bereits sehr früh digitale Prozesse im Reifenbereich entwickelt haben – und zwar überaus erfolgreich. Dann kamen die Bereiche Fahrzeugreparatur, -wartung und Terminmanagement dazu und wir haben früher als viele andere Informationen aus der Fahrzeug-Telematik in unsere Systemwelt integriert. Heute gehören wir zu den führenden Unternehmen im Bereich webbasierter Flottenmanagementsysteme.

 

Wie sieht Ihre Unternehmens-Philosophie aus?

 

Seit der Gründung verfolgen wir ein klares Ziel: die Effizienz von Geschäftsprozessen durch Digitalisierung zu steigern. Unsere „Spezialität“ ist dabei der Flottenbereich und unser besonderer Fokus gilt der Nutzfahrzeugbranche. Um dieses Ziel bei unseren Kunden praktisch umzusetzen, nehmen wir Geschäftsprozesse nicht nur unter einem Blickwinkel unter die Lupe. Wir gehen vielmehr ganzheitlich vor und beziehen gleich von Anfang an alle beteiligten Partner in firmen- und ressortübergreifende Organisationsabläufe ein. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und ist absolut zielführend. Viele Unternehmen profitieren bereits von unseren innovativen Lösungen.

 

„Herstellerunabhängigkeit“ ist für Sie ein wichtiges Thema …

 

Absolut! Unsere Herstellerunabhängigkeit und die Vorteile, die diese für unsere Kunden mit sich bringt, möchte ich deshalb noch einmal betonen. Unsere Kunden können sowohl die Produkte wie auch den Service frei auswählen. Wenn der Kunde eine bestimmte Reifenmarke bevorzugt – kein Problem für uns. Hat er verschiedene Telematiksysteme im Einsatz – kein Problem für unsere „Consultation Platform“ EST, ein leistungsstarkes digitales Flottenmanagementsystem mit integriertem Echtzeit-Monitor. Wir richten uns ganz nach den Wünschen unserer Kunden.

 

Die werden sicherlich immer anspruchsvoller – wie gehen Sie damit um?

 

Indem wir das „Ohr am Kunden“ haben, salopp formuliert. Wir pflegen einen intensiven Kontakt mit unseren Kunden, hören ihnen zu – und versuchen dann, alles möglich zu machen, was geht. Das heißt: Wir entwickeln unsere Produkte weiter oder machen gleich etwas Neues, etwas Innovatives.

 

Können Sie dafür Beispiele nennen?

 

Selbstverständlich! Wir haben beispielsweise das neue Management- und operative Steuerungssystems YARD entwickelt. Dazu das leistungsstarke Software-Tool YARD CALCULATOR, mit dem sich Kosten und Effizienz bestehender Hoflogistikabwicklungen, im Benchmark mit unserem neuen YARD analysieren lassen. Das Besondere am YARD CALCULATOR ist, dass er auf die unterschiedlichsten Fahrzeuge zugeschnitten ist – von der Sattelzugmaschine über Wechselbrückenträger bis hin zu Spezial-Rangiermaschinen. Damit füllen wir eine echte Lücke; bisher gab es für Flottenbetreiber kein derartiges Tool für den Benchmark der Kosten im Yard Management. Auch zeigt YARD völlig neue Optionen der digitalen Steuerung für den gesamten Prozessablauf zwischen Rangierfahrzeug, Disposition und Umschlaglager. Die Leitungsebene eines Standortes wird über KPIs (Anm. d. Red.: Key Performance Indicators – Leistungskennzahlen) und permanente Analyse informiert, ob und wie reagiert werden muss, um Effizienz und Qualität auch in einem volatilen Markt auf hohem Niveau zu halten.

 

Herr Schäfer, herzlichen Dank für das interessante Gespräch!